Wirtschaft

Dienstag, 6. Januar 2009 - Autoverkäufe in Deutschland schrumpfen um zwei Prozent

Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat der deutschen Autobranche im vergangenen Jahr einen herben Rückgang der Verkaufszahlen beschert. 2008 wurden insgesamt 3,09 Millionen Autos verkauft, knapp zwei Prozent weniger als im Jahr zuvor, wie der Autobranchenverband VDA und das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mitteilten. Für 2009 rechnet der VDA mit einem zunächst weiter schwachen Geschäft.  © ddp

Dienstag, 6. Januar 2009 - Toyota verhängt elftägigen Produktionsstopp in Japan

Toyota drosselt seine Produktion wegen der weltweit einbrechenden Autonachfrage immer stärker. Die Arbeit in allen zwölf Toyota-Werken in Japan werde zwischen Februar und März für elf Tage ruhen, sagte ein Sprecher des japanischen Konzerns. Toyota hatte bereits für Januar eine dreitägige Produktionspause in den Inlandsfabriken angekündigt und auch an ausländischen Standorten die Herstellung zurückgefahren. Toyota leidet schwer unter der weltweiten dramatisch zurückgegangen Nachfrage im Zuge der Finanzkrise.  © ddp

Dienstag, 6. Januar 2009 - Commerzbank versorgt sich offenbar mit frischem Kapital

Die Commerzbank will sich für die bevorstehende Übernahme der Dresdner Bank offenbar mit frischem Kapital in Milliardenhöhe versorgen. Die Commerzbank wolle noch in dieser Woche als erstes deutsches Kreditinstitut eine staatliche garantierte Anleihe herausgeben, berichtete die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf Marktkreise. Das Gesamtvolumen der Anleihe soll sich demnach auf ein bis zwei Milliarden Euro belaufen. Dem Bericht zufolge planen neben der Commerzbank auch mehrere andere deutsche Geldhäuser Anleihen.  © ddp

Dienstag, 6. Januar 2009 - Bahn kauft für 1,5 Milliarden Euro doppelstöckige Waggons

Die Deutsche Bahn kauft für bis zu 1,5 Milliarden Euro doppelstöckige Waggons vom kanadischen Bombardier-Konzern. Der Vertrag über insgesamt maximal 800 Doppelstockwagen für den deutschen Regionalverkehr soll bis 2020 laufen, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Es handelt sich den Angaben zufolge um den größten Rahmenvertrag, den die Bahn bisher an einen Einzellieferanten vergeben hat. Die Bahn wolle sich mit dem Vertrag für den Wettbewerb im Nahverkehr rüsten, erklärte Bahnchef Hartmut Mehdorn.  © ddp

Montag, 5. Januar 2009 - Autobauer weltweit schließen 2008 mit Minus ab

Autohersteller weltweit haben das Jahr 2008 mit einer düsteren Bilanz abgeschlossen. Beim Autobauer Ford brachen die Verkaufszahlen 2008 im USA-Geschäft um 20 Prozent ein, Toyota meldete in den USA ein Minus von 16 Prozent. Auch Frankreichs Autobauer gaben für 2008 ein Absatzminus bekannt, in Japan rutschte die Zahl der Neuzulassungen mit 3,2 Millionen Fahrzeugen auf den niedrigsten Stand seit 34 Jahren.  © ddp

Montag, 5. Januar 2009 - Rosenthal-Mutterkonzern Waterford Wedgwood ist pleite

Der Mutterkonzern des bayerischen Porzellanherstellers Rosenthal, die irisch-britische Gruppe Waterford Wedgwood, ist pleite. Rosenthal sei davon aber ausgenommen, teilte das Unternehmen im oberfränkischen Selb mit. Waterford Wedgwood will die Porzellanmanufaktur mit den Marken Hutschenreuther, Thomas und Divino schon seit Monaten verkaufen. Die Verhandlungen ziehen sich aber hin.  © ddp

Montag, 5. Januar 2009 - Toshiba will in Markt für Solaranlagen einsteigen

Der japanische Technologiekonzern Toshiba will in den weltweit wachsenden Solarmarkt einsteigen. Das Unternehmen wolle einerseits Teile für Photovoltaik-Anlagen liefern, wie das Unternehmen in Tokio erklärte. Daneben wolle der Konzern auch sein Knowhow im Energiesektor einbringen. Toshiba ist einer der größten Akteure der Kernenergie-Branche. Die Firma erklärte, bei Solaranlagen handle es sich mittlerweile nicht mehr um Einzel-Installationen, sondern um kraftwerksähnliche industrielle Systeme.  © ddp

Montag, 5. Januar 2009 - Irischer Porzellanhersteller Waterford Wedgwood vor Pleite

Der irische Porzellanhersteller Waterford Wedgwood, Eigentümer des größten deutschen Porzellanproduzenten Rosenthal, steht vor der Pleite. Mehrere Tochtergesellschaften in Großbritannien und Irland seien unter Insolvenzverwaltung gestellt worden, teilte das Unternehmen in Dublin mit. Der Handel mit Aktien von Waterford Wedgwood an der Börse der irischen Hauptstadt sei ausgesetzt.  © ddp

Montag, 5. Januar 2009 - Air France will über 300 Millionen Euro für Alitalia bieten

Der französisch-niederländische Luftfahrtkonzern Air France-KLM versucht laut einem Pressebericht, sich im Wettstreit um die Alitalia mit einem höheren Gebot gegen die deutsche Lufthansa durchzusetzen. Air France-KLM habe sein bisheriges Angebot von 250 Millionen Euro für einen 25-Prozent-Anteil an Alitalia auf "mehr als 300 Millionen Euro" erhöht, berichtete die französische Wirtschaftszeitung "Les Echos". Ein Firmensprecher sagte lediglich, Air France-KLM arbeite weiter an dem geplanten Einstieg.  © ddp

Montag, 5. Januar 2009 - Südafrika will mit Windenergie neue Stromausfälle vermeiden

Südafrika will die immer wieder auftretenden Stromausfälle künftig auch mit Windenergie verhindern. In diesem Jahr sollen 50 Windräder mit jeweils zwei Megawatt Leistung in Betrieb genommen werden, sagte ein Sprecher des staatlichen südafrikanischen Energieversorgers Eskom. Die Stromgewinnung aus Windkraft sei etwas teurer als die derzeitige Produktion in Kohlekraftwerken, sagte der Sprecher. Genaue Angaben über die Kosten des Projekts wollte er nicht machen.  © ddp

Montag, 5. Januar 2009 - Daimler macht Zulieferern bei Akku-Produktion Konkurrenz

Der Autobauer Daimler will Akkus für Hybrid- und Elektroautos künftig nicht nur für die eigene Fertigung produzieren, sondern in Konkurrenz zu Zulieferfirmen auch an andere Hersteller verkaufen. Mittelfristig sei "der Verkauf an Dritte möglich", sagte der für Forschung zuständige Daimler-Vorstand Thomas Weber dem "Handelsblatt". Der Konzern sehe in dem Geschäft "ein beträchtliches Potenzial".  © ddp

Montag, 5. Januar 2009 - Kuba will privaten Hausbau erlauben

Die kubanische Regierung will den Bürgern des Inselstaates künftig den privaten Hausbau erlauben. Auf diese Weise könnten binnen kurzer Zeit hunderttausende neuer Wohnungen entstehen, sagte Präsident Raúl Castro. Die Kubaner sollten dabei konkrete Anweisungen über die erlaubte Größe ihrer Wohnhäuser erhalten, sagte er im Fernsehen. Sie sollten dazu künftig privates Geld einsetzen.  © ddp

Montag, 5. Januar 2009 - Irischer Porzellanhersteller Waterford Wedgewood vor Pleite

Der irische Porzellanhersteller Waterford Wedgewood, Eigentümer des größten deutschen Porzellanproduzenten Rosenthal, steht vor der Pleite. Mehrere Tochtergesellschaften in Großbritannien und Irland seien unter Insolvenzverwaltung gestellt worden, teilte das Unternehmen in Dublin mit. Der Handel mit Aktien von Waterford Wedgewood an der Börse der irischen Hauptstadt sei ausgesetzt. Waterford Wedgewood hoffe aber, einen Käufer für die insolventen Tochtergesellschaften zu finden, erklärte Unternehmenschef David Sculley. Die Unternehmensberatung Deloitte sei beauftragt worden, das Unternehmen vor der endgültigen Pleite zu bewahren.  © ddp

Montag, 5. Januar 2009 - Preise fürs Telefonieren 2008 weiter gesunken

Die Preise fürs Telefonieren sind im vergangenen Jahr weiter gesunken. Die Verbraucher zahlten laut Statistischem Bundesamt 2008 im Schnitt 3,3 Prozent weniger für Anschlüsse und Gespräche im Festnetz und über Mobilfunk als noch 2007. Bei den Telefondienstleistungen im Festnetz und über Internet habe vor allem der Wettbewerb bei Komplettangeboten - wie Telefon- und DSL-Anschluss oder Flatrates - die Preise gesenkt, und zwar um 3,4 Prozent. Das Telefonieren per Handy verbilligte sich im Jahresdurchschnitt um 2,3 Prozent.  © ddp

Montag, 5. Januar 2009 - Auto-Neuzulassungen in Japan auf niedrigstem Stand seit 1974

Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat auch in Japan für einen drastischen Absatzrückgang in der Automobilindustrie gesorgt. Die Zahl der Neuzulassungen sank im vergangenen Jahr um 6,5 Prozent auf rund 3,2 Millionen Autos, den niedrigsten Stand seit 34 Jahren, wie der japanische Autohändlerverband (Jada) in Tokio mitteilte. Allein im Dezember ging die Zahl der Neuzulassungen demnach um mehr als 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf rund 183.550 Autos zurück.  © ddp

Montag, 5. Januar 2009 - Verheugen kritisiert zögernde Kreditvergabe durch Banken

EU-Industriekommissar Günter Verheugen hat die anhaltend zögerliche Kreditvergabe der Banken kritisiert. Den Geldinstituten dürfe es nicht nur um die Maximierung von Renditen gehen, sagte Verheugen der Zeitung "Die Welt". Sie hätten auch eine gesellschaftliche Verantwortung und müssten die Kreditversorgung in einer Volkswirtschaft sicherstellen. Dieser Verantwortung kämen die Banken derzeit nicht in vollem Umfang nach.  © ddp

Sonntag, 4. Januar 2009 - US-Demokrat: Konjunkturpaket bis Februar unter Dach und Fach

Das geplante milliardenschwere Konjunkturpaket für die US-Wirtschaft soll nach dem Willen der Demokratischen Partei bis Anfang Februar unter Dach und Fach sein. Bis Ende Januar solle das Paket vom Repräsentantenhaus gebilligt, dem Senat vorgelegt und dann bis Anfang Februar von Präsident Barack Obama unterschrieben werden, sagte der Mehrheitsführer der Demokraten im Repräsentantenhaus, Steny Hoyer, in der Fernsehsendung "Fox News Sunday". Hoyer bestätigte, der Umfang des Pakets belaufe sich auf "etwa" 775 Milliarden bis zu einer Billion Dollar.  © ddp

Sonntag, 4. Januar 2009 - Deutschlands Superreiche verloren 30 Prozent des Vermögens

Die reichsten Deutschen haben durch die Finanzkrise nach einem Bericht der "Wirtschaftswoche" etwa 30 Prozent ihres Vermögens verloren. Allein ihre börsennotierten Großbeteiligungen hätten den 20 reichsten deutschen Familien Verluste in Höhe von rund 40 Milliarden Euro eingebracht, sagte der Vermögensbetreuer Joachim Paul Schäfer, der für reiche Privatleute arbeitet, der Zeitschrift. "Damit ist jetzt schon klar, dass die aktuelle Krise viel tiefere Wunden in großen Familienunternehmen hinterlassen hat als die letzten vier, fünf Rezessionen zusammen."  © ddp