Wirtschaft

Samstag, 31. Juli 2010 - Kurs von BP bricht erneut ein

Die Milliardenkosten der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko haben den Aktienkurs des britischen Ölriesen BP auf neue Tiefstände einbrechen lassen. Die BP-Anteile fielen in London zeitweise um neun Prozent unter die symbolische Marke von 300 Pence - erstmals seit 13 Jahren. Gegen Mittag notierte die Aktie des Ölkonzerns bei 296 Pence, später lag sie wieder etwas höher über 300 Pence. Seit der Ölkatastrophe hat BP damit 55 Prozent seines Börsenwertes verloren - und damit viele Milliarden Euro.  © ddp

Freitag, 30. Juli 2010 - VW China will unabhängiger von der deutschen Zentrale werden

Volkswagen in China will möglichst unabhängig von der Zentrale des Konzerns in Deutschland werden. Die Auslandstochter wolle künftig weitgehend auf Importe von Bauteilen verzichten, sagte VW-China-Chef Winfried Vahland der "Financial Times Deutschland". Elektroantriebe etwa "sollen vor Ort entwickelt und produziert werden". Zudem solle die Fahrzeugpalette größer werden. "Allein das bedeutet schon, dass wir die Entwicklungskompetenzen weiter ausbauen müssen", sagte Vahland.  © ddp

Freitag, 30. Juli 2010 - Übereinkunft für milliardenschweren Atomreaktor ITER erzielt

Die sieben Partner für den milliardenschweren Atomreaktor ITER haben sich auf einen Zeitplan und die Finanzierung des Versuchsprojektes geeinigt. "Wir haben von nun an eine sehr solide Basis, um das Programm voranzutreiben", sagte der Präsident des ITER-Rates, Jewgeni Welichow, im südfranzösischen Cadarache. Dort soll ab dem Sommer die Konstruktionsphase für den Fusionsreaktor beginnen.  © ddp

Freitag, 30. Juli 2010 - Frankreichs EDF und Areva sollen enger zusammenarbeiten

Der französische Stromriese EDF und der Atomkonzern Areva sollen nach dem Willen der Regierung in Paris künftig enger zusammenarbeiten. Eine geplante "strategische Partnerschaft" zwischen den beiden Unternehmen solle künftig alle Bereiche der gemeinsamen Aktivitäten und Interessen der Unternehmen betreffen, teilte der Elysée-Palast mit. Das Abkommen solle eine sichere und wettbewerbsfähige Versorgung mit nuklearen Brennstoffen gewährleisten. Die beiden Unternehmen würden zudem gemeinsam am Export von Atomreaktoren arbeiten.  © ddp

Freitag, 30. Juli 2010 - Highstreet gesteht Karstadt niedrigere Mieten zu

Im Ringen um die Zukunft von Karstadt ist eine weitere wichtige Hürde aus dem Weg geräumt. Ein Teil der Finanzierer des Warenhausvermieterkonsortiums Highstreet stimmte bei einem Treffen in London niedrigeren Mieten für die insolvente Kaufhauskette zu, wie ein Highstreet-Sprecher in Frankfurt am Main sagte. Der US-deutsche Investor Nicolas Berggruen hatte bessere Mietkonditionen zu einer Voraussetzung für die Übernahme des Traditionsunternehmens gemacht. Eine Einigung mit anderen Gläubigern des Highstreet-Konsortiums steht demnach allerdings weiter aus.  © ddp

Freitag, 30. Juli 2010 - Vulkanasche und harter Winter bescheren Lufthansa Verluste

Der harte Winter, Streiks und die Vulkanaschewolke aus Island haben der Lufthansa im ersten Halbjahr einen Verlust von 104 Millionen Euro beschert. Den Belastungen stehe jedoch eine gestiegene Nachfrage im Frachtgeschäft sowie beim interkontinentalen Passagiergeschäft gegenüber, teilte der Konzern in Frankfurt am Main mit. Daher ist die größte deutsche Fluglinie nach eigenen Angaben zuversichtlich, für das laufende Jahr einen operativen Gewinn "im Rahmen der aktuellen Markterwartungen" zu erzielen.  © ddp

Freitag, 30. Juli 2010 - Renault macht im ersten Halbjahr wieder satten Gewinn

Ähnlich wie andere große Autobauer hat der französische Konzern Renault die Wirtschaftskrise im ersten Halbjahr 2010 überwunden: Renault konnte einen Gewinn von 780 Millionen Euro verbuchen nach einem Verlust von 2,7 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz legte um 23,1 Prozent auf ingesamt 19,67 Milliarden Euro zu.  © ddp

Freitag, 30. Juli 2010 - Hochrangiger Notenbank-Mitarbeiter warnt USA vor Deflation

Ein hochrangiger Mitarbeiter der US-Notenbank Fed hat die USA vor einer wirtschaftlichen Stagnation gewarnt, wie sie Japan in den 1990er Jahren erlebte. "Die USA sind heute näher an einer Entwicklung auf die japanische Art, als jemals zuvor in der jüngsten Geschichte", schrieb James Bullard, der als Mitglied des Offenmarktausschuss, dem wichtigsten Gremium der US-Notenbank, mit über die Geldpolitik des Landes entscheidet, in einem Artikel.  © ddp